Kommunale Wärmeplanung der Gemeinde Frasdorf – Unser Fahrplan für eine zukunftsfähige Wärmeversorgung

Mit dem vorliegenden Kommunalen Wärmeplan legt die Gemeinde Frasdorf eine fundierte strategische Planungsgrundlage für eine zukunftssichere, bezahlbare und schrittweise treibhausgasneutrale Wärmeversorgung vor. Der Wärmeplan dient Bürgerinnen, Bürgern, Gewerbe und Verwaltung als verlässlicher Orientierungs- und Handlungsrahmen für anstehende Investitionen in Heizsysteme und energetische Sanierungen.

Die wichtigsten Ergebnisse auf einen Blick

  • Ausgangssituation:

Derzeit wird der Wärmebedarf in Frasdorf noch zu rund 60 % durch fossile Brennstoffe gedeckt (insbesondere Heizöl). Mehr als die Hälfte der Gebäude stammt aus der Zeit vor 1980, weshalb in energetischen Modernisierungen ein zentraler Schlüssel zur Einsparung liegt. Gleichzeitig existiert mit dem Hackschnitzelnetz im Ort bereits ein erfolgreiches Vorbild für die regionale Wärmeversorgung.

  • Starke erneuerbare Potenziale:

Vor allem der Ausbau von Photovoltaik (Dach- und Freiflächen), Solarthermie, Umgebungswärme/Wärmepumpen sowie die Nutzung regionaler Holz-Biomasse bieten hohe Potenziale, um fossile Energien langfristig vor Ort zu ersetzen. Ein Anschluss an ein überregionales Erdgas- oder Wasserstoffnetz ist mangels bestehender Leitungen nicht zu erwarten.

  • Fokusgebiete & Lösungswege:

Wärmenetze: Für verdichtete Siedlungsbereiche im Kernort (identifizierte Cluster wie die Cluster 16, 19 und 20) wird eine Prüfung des Ausbaus bzw. der Verdichtung bestehender Nahwärme- und Niedertemperaturnetze angestrebt.

Dezentrale Versorgung: In Außenbereichen, Weilern und lockerer Bebauung stehen gebäudeindividuelle, erneuerbare Lösungen im Vordergrund – vor allem effiziente Wärmepumpen (Luft/Wasser oder oberflächennahe Geothermie), Biomasseanlagen sowie Solarthermie.

  • Konkrete Maßnahmen:

Der kommunale Maßnahmenkatalog sieht unter anderem die Vorbildfunktion kommunaler Liegenschaften (Sanierung und PV-Ausbau), den Ausbau lokaler Beratungsangebote für Eigentümer (Sanierungsoffensive) sowie die Prüfung erster Netz-Machbarkeitsstudien (z. B. BEW-Förderung) vor.

Hinweis zur Verbindlichkeit:

Der Wärmeplan selbst verpflichtet Eigentümerinnen und Eigentümer nicht unmittelbar zum Einbau einer bestimmten Technik. Er zeigt vielmehr Eignungen und Perspektiven auf, damit private und gemeindliche Entscheidungen optimal aufeinander abgestimmt werden können.

Den vollständigen Bericht zur Kommunalen Wärmeplanung finden Sie hier zum Download: